500er-Regel-Rechner (Sternfotografie)
Maximale Verschlusszeit, bevor Sterne Spuren ziehen — die klassische 500er-Regel plus die genauere NPF-Regel für moderne hochauflösende Sensoren.
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Die 500er-Regel und die NPF-Regel
Die Erdrotation verwandelt Sterne bei langen Belichtungen in Striche. Die klassische 500er-Regel besagt: maximale Verschlusszeit = 500 ÷ (Cropfaktor × Brennweite) — ein 20-mm-Objektiv an Vollformat erlaubt rund 25 s. Bei modernen hochauflösenden Sensoren ist das oft zu großzügig, daher verfeinert die NPF-Regel die Rechnung mit Blende und Pixelabstand: t = (35 × Blendenzahl + 30 × Pixelabstand in µm) ÷ Brennweite. Dieser Rechner zeigt beide Werte — NPF als sicheren Wert, 500 als Obergrenze.
Häufig gestellte Fragen
Warum ziehen meine Sterne bei der 500er-Zeit trotzdem Spuren?
Die Regel stammt aus der Ära von Film und niedrig auflösenden Sensoren. Bei 45 MP zeichnen die Pixel Bewegung viel früher auf — der NPF-Wert (oft die Hälfte der 500er-Zeit) ist bei Betrachtung in voller Größe das realistische Limit.
Welche Einstellungen eignen sich für die Milchstraße?
Ein typischer Ausgangspunkt: weitestes verfügbares Objektiv, f/1.8-f/2.8, ISO 3200-6400, Verschlusszeit nach NPF-Wert. In RAW fotografieren und manuell auf einen hellen Stern mit Live-View bei maximalem Zoom scharfstellen.
Wie kann ich länger als diese Grenzwerte belichten?
Ein Startracker gleicht die Erdrotation aus und ermöglicht minutenlange Belichtungen. Alternativ viele kurze Belichtungen mit Software wie Sequator oder DeepSkyStacker stacken für weniger Rauschen ohne Spuren.
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