Wärmeeinbringen-Rechner (Schweißen)
Wärmeeinbringen in kJ/mm aus Spannung, Strom und Schweißgeschwindigkeit, mit EN-1011-Verfahrenswirkungsgraden — für WPS und CE-gekennzeichnete Arbeiten.
900 Aufrufe
Wärmeeinbringen nach EN 1011
Q = k × (U × I × 60) ÷ (v × 1000) — Spannung × Strom × 60, geteilt durch die Schweißgeschwindigkeit in mm/min, multipliziert mit dem Verfahrenswirkungsgrad k: 1,0 für Unterpulverschweißen, 0,8 für E-Hand (MMA) und MIG/MAG, 0,6 für WIG (EN 1011-1). Beispiel: 24 V, 150 A MIG bei 200 mm/min ergibt 0,8 × 1,08 = 0,86 kJ/mm.
Warum das wichtig ist: zu viel Wärmeeinbringen vergröbert das Gefüge und schwächt die Kerbschlagzähigkeit (kritisch bei feinkörnigen und vergüteten Stählen); zu wenig birgt das Risiko von Aufhärtung und Wasserstoffrissen. WPS-Dokumente geben einen zulässigen Bereich vor — dieser Rechner zeigt, wo Ihre Parameter liegen. Die amerikanische Praxis (AWS) verwendet kJ/in ohne den k-Faktor; multiplizieren Sie kJ/mm mit 25,4 zum Vergleich.
Häufig gestellte Fragen
Wie messe ich die Schweißgeschwindigkeit?
Stoppen Sie die Zeit für eine gemessene Nahtlänge: 300 mm in 90 Sekunden = 200 mm/min. Bei mechanisierten Anlagen lässt sich der Wert an der Wagenmaschine ablesen.
Warum erhält WIG 0,6, Unterpulver aber 1,0?
Der Faktor ist der Lichtbogenwirkungsgrad — wie viel Bogenenergie tatsächlich ins Blech gelangt. Ein offener WIG-Bogen verliert ~40 % durch Strahlung und an die Umgebung; ein Unterpulverbogen brennt unter Pulver fast verlustfrei.
Was ist ein typischer zulässiger Bereich?
Baustahl liegt üblicherweise bei 1,0-2,5 kJ/mm; feinkörnige/hochfeste Stähle werden oft auf etwa 1,5 begrenzt und können über Vorwärmanforderungen auch einen Mindestwert haben. Maßgeblich ist das WPS bzw. der Anwendungsstandard.
Ähnliche Tools
Problem melden
Wärmeeinbringen-Rechner (Schweißen)